Maschinen: Da denken wohl die meisten an Zahnräder, Wellen und Treibriemen, an Öl und matt glänzendes Metall. Vier Studenten der Utrecht School of Art and Technology haben sich für einen anderen Ansatz entschieden und eine komplexe Maschine aus Wellpappe gebaut – ebenso robust wie umweltverträglich und voll funktionsfähig.

Bis auf einige Achsen, Befestigungsteile und die entsprechende Steuerungselektronik besteht die Maschine komplett aus Wellpappe. Mit ihr wollten die Studenten beweisen, dass sich Wellpappe auch für kleinste mechanische Abläufe eignet: Die einzelnen Teile surren, klicken, drehen und bewegen sich, sodass sie wie eine High-Tech-Maschine funktioniert. Sie wird von einem kleinen Motor angetrieben und jeder Abschnitt ist mit dem nächsten verbunden. So sind bei Betrieb alle Wellpappen-Elemente gleichzeitig in Bewegung. Bei der Entwicklung des Models hatten die Studenten nicht nur das spektakuläre Äußere, sondern auch ökologische Kriterien im Sinn, denn Wellpappe ist zu 100 Prozent recyclingfähig.

In diesem Video seht ihr die Wellpappen-Maschine in Betrieb:

Der deutsche Künstler und Dozent Niklas Roy hatte eine ähnliche Idee: Bei einem Workshop an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach entwickelte er gemeinsam mit seinen Studenten eine Zeichenmaschine aus Wellpappe. Ein Kippschalter lässt einen Stift anheben und sinken und eine Wählscheibe kann so gesteuert werden, dass das gewünschte Bild entsteht.

Wie genau die Zeichenmaschine aus Wellpappe funktioniert, seht ihr in diesem Video: