Wer schon einmal in Benidorm an Spaniens Costa Blanca Urlaub gemacht hat oder die kroatische Stadt Dubrovnik im Schatten mehrerer haushoher Kreuzfahrtschiffe versinken sah, der weiß: Schön ist das nicht. Und nachhaltig auch nicht. Besser ist es, seinen Urlaub an einem Ort zu verbringen, der ökologisch, naturnah und trotzdem komfortabel ist – zum Beispiel auf Helgoland in einem Haus aus Wellpappe.

Das „Wikkelhouse“ des gleichnamigen niederländischen Herstellers besteht aus einem Wellpappenkern aus 24 zusammengeklebten Wellpappe-Schichten, der tatsächlich auf einer riesigen Maschine aufgewickelt wird. Die Außen- und Innenwände sind aus Holz. Eine atmungsaktive und wasserabweisende Membran schützt die Außenfassade. Die Hütte soll mindestens 50 Jahre halten und das Beste daran: Sie ist anschließend vollständig recycelbar. Ab dem 3. August 2019 ist auf der kleinen Nordseeinsel also ein nachhaltiger Ferienaufenthalt möglich.

Wellpappe im Urlaub, das ist ausbaufähig. Kreative Architekten bauen Restaurants und Cafés aus Wellpappe, auch Gebäude, Fassaden und Möbel aus diesem vielseitigen Material sind schon entstanden. Sonnenschirme und Strandliegen gibt es ebenfalls, sogar Autos – für nachhaltige Mietwagen wäre also gesorgt. Warum keine Pools, Kletterwände oder Bars aus Wellpappe in nahegelegenen Feriendomizilen anbieten? Alles robust, wasserfest und vor allem recyclingfähig. Solche Anlagen garantierten dem ruhesuchenden Urlauber ein gutes Gewissen und totale Entspannung.

Der Wellenreiter fordert daher: mehr Wellpappe in den Ferien!

 

Bildnachweis: Helgoland Tourismus-Service