Wohngebäude, die an den Wolken kratzen, Mega-Citys, die sich an die steilen Felswände gigantischer Steinbrüche schmiegen, und Häuserschluchten wie aus Science-Fiction-Filmen – mit seinen Stadt-Modellen aus Wellpappe eröffnet der Künstler Matias Bechtold dem Betrachter ungewöhnliche Perspektiven.

Bechtold macht sich die vielseitigen Eigenschaften von Wellpappe zu Nutze, denn sie ist stabil und lässt sich gut verarbeiten. Indem er die Wellpappe schneidet, formt und verleimt, erschafft er detailgetreue Häuser, Straßen und Brücken im Miniaturformat. Daraus entwickelt er Stadtvisionen, die er bis ins kleinste Detail perfektioniert.

Die Welt ist eine Scheibe: Bechtold erfindet Städte mit ungewöhnlichen Grenzen.

Bei der Betrachtung kann man sich in seinen Wellpappen-Städten verlieren und dabei vergessen, dass es sich um ein Modell handelt.

Ob „Allstadt“ oder „Kreisstadt“ – auch bei der Namensgebung seiner Städte ist der Künstler kreativ.

Schon als Kind war Bechtold vom Modellbau begeistert. Deshalb hat er seine Leidenschaft zum Beruf gemacht: Nach einer Ausbildung zum Architekturmodellbauer studierte er Malerei und eröffnete eine Galerie in Berlin. Zunächst zeigte er dort Gemälde, später Reliefs und schließlich dreidimensionale Modelle, die zu seinem Markenzeichen geworden sind: Stadtvisionen aus Wellpappe.

Weitere Arbeiten von Bechtold gibt es auf seiner Website zu bestaunen und vom 01.09.2018 bis zum 13.10.2018 in der Laura Mars Gallery in Berlin.

 

Copyright Bilder: Matias Bechtold, Photo Jürgen Baumann, Courtesy Laura Mars Gallery