Ganz schön mutig: Der britische Stuntman Gary Connery hat als erster Mensch einen Sprung ohne Fallschirm aus über 700 Metern Höhe gewagt. Sein Sturz in die Tiefe wurde lediglich durch einen speziellen Fluganzug abgebremst. Um den Kontakt mit dem Boden abzufedern, nutzte Connery eine überdimensionale Matte aus mehreren Lagen Wellpappenkisten.

In der Grafschaft Oxfordshire, ungefähr 65 Kilometer westlich von London, startete Connery seinen Rekordsprung, bei dem er sein Leben einem speziellen Gleitanzug und einem Polster aus 18.600 Wellpappenkisten anvertraute. Mit einem Helikopter ging es in die Luft. Vom Absprung bis zur Landung auf der Wellpappenfläche verging weniger als eine Minute. Die Kisten hatten verschiedene Größen, waren in mehreren Schichten gestapelt und bildeten einen ca. 100 Meter langen, 15 Meter breiten und 3,5 Meter hohen Landeplatz.

Connery ist berüchtigt für seine waghalsigen Aktionen. Egal ob Hochhäuser, Brücken, Klippen oder Europas größtes Riesenrad, das London Eye – Connery ist kein Sprung zu hoch oder gefährlich. Als professioneller Stuntman ist er in TV-Serien und Kinofilmen wie „Batman Begins“, „Harry Potter und die Kammer des Schreckens“ oder „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“ zu sehen. Bei seiner Arbeit für Hollywood dürfte ihm auch die Idee mit der Landebahn aus Wellpappe gekommen sein. Denn beim Film werden oft leere Wellpappenkisten verwendet, um stürzende Stuntmen aufzufangen. Das hat einen einfachen Grund: Wellpappe schützt wie ein Airbag und kann Stöße besonders gut absorbieren. Über seine Landung sagte Connery, dass sie „bequem und so weich“ war.

Bild von Eddie Keogh / Reuters