Katzen und Wellpappe, das passt einfach. Das Internet wimmelt von Fotos mit Stubentigern, die mit Kisten spielen, schmusen oder darin schlafen. Die Google-Suche nach „cat box“ ergibt 1,3 Millionen Treffer. Die klassische Faltkiste, wie sie beim Online-Shopping ins Haus kommt, ist dabei der Renner, aber auch hochwertige Kratzmöbel und Spielzeug gibt es aus Wellpappe. Fachleute haben jetzt herausgefunden, warum Katzen das Material so gerne mögen. Es riecht für feine Katzennasen einfach gut – vor allem, wenn es durch mehrere Hände gegangen ist.

Der amerikanischen Tierärztin Michelle Burch zufolge tragen Katzen die Liebe zur Wellpappe in ihrer DNA. Die Tiertrainerin Sarah Hodgson ist sicher, dass das Material genau die Bedürfnisse der domestizierten Raubtiere befriedigt – vom angeborenen Jagdtrieb bis zur Sehnsucht nach Behaglichkeit. Schachteln und Kisten bieten ihnen ein Versteck und damit das Gefühl von Sicherheit, die Dämmwirkung der Wellenstruktur schafft eine für Katzen komfortable Temperatur. Die angenehme Oberflächenstruktur des Naturprodukts ist ein weiterer Wohlfühlfaktor: Wellpappe bietet einfach, so die Wissenschaftlerinnen, ein „low-stress-environment“.

„Amerikas beste Hausfrau“, die Fernsehmoderatorin, Autorin und Unternehmerin Martha Stewart, berichtet in diesem Blog-Video über neueste Erkenntnisse in der Katzenforschung.

Katzenexpertin Yvette Berke ist davon überzeugt, dass Wellpappe den Geruchsinn der Tiere anspricht. Aufgrund der porösen Oberfläche nimmt das Material den Geruch der Umgebung an; geht die Versandschachtel vom Versender bis zum Empfänger durch viele Hände, dann riecht die Katze das. Sie nimmt alle fremden Düfte auf – je mehr, desto interessanter für sie. Den richtigen Riecher beweisen also alle, die ihrem Stubentiger nach dem Online-Kauf von Sneakern, T-Shirts oder Tablets die Versandkiste überlassen – denn die spricht das Wohlfühl-Gen der Katze an.

Bildnachweis: Adobe Stock, Martha Stewart