Sieht auf den ersten Blick aus wie das Innere eines Umzugswagens? Ist es aber nicht. Dies ist eines von vielen Werken des Schweizer Künstlers Zimoun. Er verschafft Kunstfreunden die Möglichkeit, Wellpappe nicht nur haptisch und visuell zu erfahren, sondern auch akustisch auf sich wirken zu lassen. Seine tönenden Kunstwerke sind weltweit auf verschiedenen Ausstellungen zu erlauschen.

Um in dieser Installation Klänge zu erzeugen, nutzt Zimoun 658 Elektromotoren, an denen Baumwoll-Bällchen an Drähten hängen. Durch die Rotation der Motoren in Schwingung versetzt, trommeln die Bällchen gegen die Kartons. Es entsteht ein „prasselnder“ Sound. Und so hören sich die musizierenden Wellpappen-Boxen an:

Zimoun: 658 prepared dc-motors, cotton balls, cardboard boxes 70x70x70cm, 2017.

Die Anordnung der Kartons sowie die räumliche Umgebung spielen bei der Klangentwicklung eine hörbare Rolle. Bei diesem Klangkunstwerk sind die Verpackungen turmförmig gestapelt:

Zimoun: 186 prepared dc-motors, cotton balls, cardboard boxes 60x60x60cm, 2013.

Eine weitere Methode des Schweizers ist, die Kartons selbst in Bewegung zu setzen und dadurch zum Klingen zu bringen. In diesem Video sieht und hört man 2030 schwingende Wellpappenverpackungen:

Zimoun: 435 prepared dc-motors, 2030 cardboard boxes 35x35x35cm, 2017.

Weitere Arbeiten des Künstlers gibt es auf seiner Website zu bestaunen und zu belauschen.

Fotos: Zimoun