Dank dem Boten

Dank dem Boten

Sie sind die wahren Weihnachtsmänner. Sie tragen nicht rot-weißen Plüsch, sondern dunkle Funktionskleidung, und sie kommen nicht mit dem Rentierschlitten, sondern per Fahrrad, E-Bike oder Lieferwagen: Die Rede ist von den Helden dieser Tage, den Briefträgern und Paketboten. In der Hochphase des Zustellgeschäfts kämpfen sie sich durch klirrende Kälte, Schnee und Regen zu unserer Haustür. Sie bringen Päckchen, Schachteln und Boxen, damit wir schöne Weihnachten feiern können. Und was bekommen sie dafür? Am besten ein paar nette Worte – und ein Päckchen.

Verdient haben sich die Zusteller eine kleine Aufmerksamkeit allemal. Mancherorts müssen die Briefträger in der Vorweihnachtszeit täglich zwanzig bis dreißig Päckchen zusätzlich austragen, um ihre Kollegen vom Paketdienst DHL zu entlasten. Trotz solcher Maßnahmen schlagen die deutschen Paketzusteller Alarm: Bis zu 15 Millionen Pakete am Tag seien kaum zu schaffen. Der Branche fehlen 6.000 Arbeitskräfte, die Nerven liegen blank. Im Zustell-Stress, so berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung, wirft ein Bote schon einmal ein kostbares Paket durchs geöffnete Fenster. Pech, wenn auf der anderen Seite die Toilette steht. Beschwerdeportale wie „Paket-Ärger“ der Verbraucherzentrale heizen die Stimmung zusätzlich an.

Die geplagte Zunft hat also etwas Zuspruch dringend nötig. Womit aber den Weihnachtsmännern von heute die verdiente Anerkennung zollen? Erlaubt ist fast alles. Die Deutsche Post DHL beispielsweise gestattet ihren Zustellern, Trinkgeld und kleine Geschenke im Wert von bis zu 25 Euro anzunehmen. Also warum nicht Wein, Schokolade und Shopping-Gutschein zusammen in eine Wellpappenschachtel verpacken und persönlich übergeben? Nicht vergessen: Eine Karte mit persönlichen Worten gehört unbedingt hinein, ebenso wie eine gut schützende Innenpolsterung aus umweltverträglicher Wellpappe für die Einzelteile. Der Hinweis „Für den Zusteller“ auf der Außenhülle kann übrigens peinliche Verwechslungen vermeiden.

Ein solches Geschenk ins eigene Heim zu tragen und dort genussvoll zu öffnen – das dürfte jedem Zusteller nach einem arbeitsreichen Tag ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Also liebe Online-Shopper, gebt dem Boten, was er verdient: ein Päckchen!

Foto: dpa

By | 2017-12-12T11:36:54+00:00 12.12.2017|Wellenspitzen|0 Kommentare

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Wellenreiter
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